1964 keimt und verwurzelt sich in Wien.

1967-70 zeigt erste Anzeichen von Sammeleifer, bestärkt und genutzt von den Großeltern im Kamptal (Eierschwammerl, Herrenpilze, Parasole).

1970-75 geht ebendort beim Großvater sommers in die Gärtnerlehre. Versuche, alpine Primelarten u.dgl. im Flachland zu kultivieren, scheitern zur Gänze.

1975-82 wendet sich als Konsequenz weniger eigensinnigen Naturschönheiten zu und verschwindet als Hobbymineraloge bei der Kristallsuche hinter dem Stereomikroskop.

1982–92 tauscht Mikroskop gegen Computer ein, erwirbt ein einschlägiges Diplom in Wirtschaftswissenschaften und erklimmt die ersten Karrierestufen.

1992–97 hat genug von leblosen Materien und begibt sich auf der Suche nach seinen Wurzeln ein paar Karrierestufen abwärts. Landet sanft in Gemüse, Obst und Käse in einem gut geführten Naturkostladen in Wien-Neubau. Bleibt dort vierzehn Jahre lang und beginnt beiläufig die Suche nach seiner Bestimmung: z.B. scheitern künstlerische Ambitionen mit eßbarem Ausgangsmaterial („Marzipan Arts“) wirtschaftlich infolge fehlenden Marktes. Schachspiele aus Hollermarzipan, bunte Vögel aus selbstkandierten Karambolenfrüchten und Hetscherln, Schauspieler mit Rosenblütenmänteln sind zu vergänglich für die Kunstwelt.

1997-99 läßt sich vom „Wildpflanzen-selber-entdecken“-Boom mitreißen. Deckt sich mit zweckdienlicher Literatur ein und gräbt die alten Blumenbestimmungs-Fibeln wieder aus. Ist somit endlich wieder auf der Jagd. Nachdem er alles Grünzeug auf seinen Streifzügen durchgekostet und überlebt hat, beginnt er die geschmackvolleren Entdeckungen in Form von „Blüten-Büffets“ und Sammel-Workshops zahlungskräftigen Freunden und Bekannten nahezubringen. Es entstehen u.a. Vogelmierenkolatschen, Fliedertörtchen und Lindenblütenbowlen.

1999-2003 wird von seiner Naschlust wieder auf Neuland geführt. Die erfolgreiche Fusion von Biomarzipan und Holunderblüten initiiert ein blütenverzehrendes Konfekt-Heimlabor. In lauen Mainächten ist in den Wiener Stadtgärten kein duftender Strauch mehr vor dem Pürierstab des Forschers sicher. Im Herbst machen bislang wertlose Kleinfrüchte wie Schlehen, Dirndln oder Mostbirnen plötzlich Karriere als begehrte Rohstoffe.

2003-04 Die Reaktionen aus dem Freundeskreis sind ermutigend; dennoch bleiben die Umsätze bei stimmungsvollen Weihnachtsmärkten in Aggsbach-Dorf und Felling im Kremstal bescheiden. Der spätere Markenname „Blühendes Konfekt“ entsteht als Provisorium und ist somit einzementiert.

2004-06 schafft, natürlich im Kamptal, unerwartet den ersten Durchbruch. Mittlerweile gegen mangelndes Verständnis für seine Kreationen gewappnet, beliefert er einen Verkaufsstand beim „Arche Noah-Obstbaumtag“ per Fahrrad und ist innerhalb kurzer Zeit ausverkauft. Darauf folgende Vorstösse in noch urbanere Käuferschichten lassen weiteres Potential erhoffen.

2006 Der einstige Jäger & Sammler zivilisiert sich zum neuen Selbständigen und meldet beim Patentamt seine Marke an: „Blühendes Konfekt“ erblickt das Licht der Öffentlichkeit. Die ersten Hochzeitstorten erblühen in weißen Marillen- und lachsrosa Quittenblüten.

2007 findet ein leerstehendes Installateurlokal, läßt hemmungslos umbauen und installiert nach überstandenem Wasserrohrbruch sein erstes Firmenschild. Der Erfolg kann kommen!

2008 Es kommt: Nachwuchs. Und Erfolg: sie liebt blühendes Konfekt! Was übrigbleibt, verkaufen wir gerne an Sie. Willkommen!